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Aus der Presse


Moritz, der Marathon Mann

Auszug aus „Das Spielzeug- Das internationale Fachmagazin der Spielwarenbranche 1/2002“

               

Ihre zuverlässige Handelsvertretung in Sachen Spielwaren. Schon in der dritten Generation betreuen wir unsere Kunden im Bereich NRW und neuerdings auch für die Firma Schleich in Teilen von Rheinland-Pfalz.

Als ewig Rastloser würde sich Thomas Moritz ganz spontan wohl am ehesten beschreiben, wenn es um seinen Beruf geht – und das nicht nur auf seine wöchentliche Kilometerleistung bezogen: Der Vertreter von rund einem halben Dutzend namhafter Spielwaren – Hersteller ist immer auch daran interessiert, „seinen“ Händlern neue Impulse zu geben.

 

„Ich besuche meine Kunden in immer kleineren Zeit –Abständen in einem Radius von rund 120 mal 180 Kilometern“, berichtet Moritz, der trotz der Reise – Strapazen aus eigener Sicht ein Vollblut – Handelsvertreter ist.

 „Gleich nach dem Wirtschaftsgymniasium in Wuppertal bin ich mit meinem Vater drei Monate auf Tour gegangen. Der ist auch freier Handelsvertreter in dieser Branche. Da konnte ich schon mal schnuppern, wie das später sein würde, wenn ich diesen Job mache“, erinnert sich der 34 – Jährige noch gut zurück.

 

<< Am Anfang fragte ich mich, was ich den Händlern erklären kann>>

 

Nach einer Lehre zum Einzelhandelskaufmann in einem Vedes-Fachgeschäft im Ruhrgebiet ist Moritz dann mit nur 22 Jahren bei seinem Vater eingestiegen.

„Das war schon ein bisschen ulkig, wenn ich dann irgendwo aufgetaucht bin. Vor allem, wenn das bei einem alten Hasen war. Ich hatte da schon Bammel, denn ich fragte mich am Anfang natürlich ständig, was soll ich dem denn schon erklären…“. Doch der stets adrett auftretende und aufgeschlossene Moritz schaffte es fix, sich Sympathien zu erwerben:

 „Ich habe nämlich festgestellt, dass man auch Händlern, die schon lange dabei sind, noch etwas bieten kann: Jede Menge Laden-Konzepte, die empfehlenswert sind. Dann wieder gibt es Beispiele von Läden, wo noch einiges im Argen liegt, die nicht zum Einkaufen animieren“.

Das aufmerksame Beobachten der Spielwaren- Szene hat er sich bis heute erhalten. „Damit ich immer am Puls der Zeit bin, stelle ich mich selbst auch mal bei einem Kunden als Hilfsverkäufer rein, suche den Kontakt mit den Käufern, Eltern wie Kindern. Wenn es die Zeit erlaubt, räume ich auch mal ein Regal mit ein“.

Mittlerweile betreut Moritz u.a. mit den Marken Busch, Simm & Söhne, Vollmer, Teddy Hermann, Clementoni und Rhombus über 400 Geschäfte.

Allerdings machten 20% davon über 80% seines Umsatzes aus, berichtet er.

„Da sieht man, wie weit Groß und Klein in der Branche oft auseinander liegen“, gibt er zu Bedenken.

„Überhaupt fällt mir auf meinen Reise so einiges auf: z.B. dass viele Neuheiten nur über den Preis verkauft werden. Und das ist allerdings etwas, was ich nicht gut finde. Ja, das schadet der Branche. Stellen Sie sich doch mal vor“, berichtet er eifrig, „die führenden Mode-Hersteller würden ihre neuesten Kollektionen mit niedrigster Gewinnspanne verkaufen… Die machen das aber genau umgekehrt, da wird der Artikel erst mit der Zeit preiswerter“.

 

<< Neuheiten nur über den Preis zu verkaufen schadet der Branche>>

 

Engagiert redet Moritz immer, wenn seine heiß geliebten Spielwaren im Mittelpunkt stehen. Ihm geht es bei diesem Beispiel eigentlich nur darum aufzuzeigen, dass man immer mal in die andere Richtung denken, neue Wege beschreiten sollte, teilt er mit.

„Solche Wege könnten vielfältiger Art sein, z.B. Spezialisierung auf ein ganz kleines Produktsegment (Ich habe in meinem Kundenstamm viele Händler, die auf kleinstem Raum hervorragende Umsätze machen), die Hinzunahme von Dienstleistungen wie Produkt –Auslieferung an Kunden, Kundenbindung durch gezielte Mailing-Aktionen oder gar die Erweiterung des gesamten Reparatur-Segments sind aus meiner Sicht Möglichkeiten der Einzelhändler, den Billig-Anbietern und dem Konzentrationsprozess Paroli zu bieten“. Veränderung tut einfach Not, ist hier sein Wahlspruch.

 

<<Zeiten, in denen man mit gezücktem Bestellblock einen Laden betreten kann, sind vorbei>>

 

Und: er bezieht das auch ganz auf sich: „Die Zeiten, in denen man als Vertreter mit gezücktem Bleistift und Bestellblock in der Hand einen Laden betreten kann, sind längt vorbei.“

Er sieht sich mittlerweile auch als Unternehmensberater, obwohl der Begriff nicht ganz exakt passt.

„Ich mache auch Vorschläge zur Ladenumgestaltung, meine das natürlich nicht besserwisserisch, sondern versuche einfach nur, meine Erfahrungen und Beobachtungen zur Verfügung zu stellen.

Die 400 Geschäfte, die ich betreue, haben miteinander ja ein Riesen-Potenzial an Ideen, Möglichkeiten, Umsetzungen der Verkaufsidee Spielzeug. Das will ich moderieren, weitergeben.“

Weiter gegeben hat sein Vater, der schnell gemerkt hat, dass sein Sohn leicht das Zeug hat, in seine Fußstapfen zu treten, mittlerweile auch seine Handelsvertretung:

„Seit ich 25 Jahre alt bin, habe ich ein eigenes Verkaufsgebiet, das allerdings je nach Hersteller nicht identisch groß ist. Im Wesentlichen handelt es sich aber um die Regionen rund um Köln, Niederrhein und einen Teil des Ruhrgebietes.

 

<< Wer als Handelsvertreter Erfolg haben will, muss präsent sein>>

 

In Zwischenzeit ist Moritz Handelsvertretung so stark expandiert, dass Thomas seinerseits, wie sein Vater damals, Unterstützung sucht. Mit der neuesten Vertretung, jüngst kam noch Schleich hinzu, schafft er es nur schwer ohne Hilfe, all seine Händler in dem Abstand zu besuchen, den er sich vorgenommen hat.

„Wenn man will, dass man selbst mit den Firmen, die man vertritt Erfolg hat, dann muss man einfach immer präsent sein und dann ist das ein bisschen wie Marathon-Lauf“, berichtet Moritz.

Deshalb wird sein Bruder Peter-Michael Moritz (25), der auch aus dem Einzelhandel kommt, mit in seine Handelsvertretung einsteigen.

„Irgendwie haben wir alle einen enormen Bezug zu diesem Beruf, denn auch schon mein Vater war Nachfolger seines Schwiegervaters“, erinnert sich Moritz.

Wie eng der Kontakt der Familie zur Branche ist, zeigt auch die Tatsache, dass Thomas Moritz´s Vater immer noch für einige Hersteller tätig ist.

 

 

 

Der Vollblut – Handelsvertreter Thomas Moritz ist schon mit 22 Jahren in die Spielwarenbranche eingestiegen. Mittlerweile vertritt er rund ein halbes Duzend namhafter Hersteller.

Und obwohl die Arbeitszeiten als Handelsvertreter eher abschreckend sind, Moritz ist von montags bis freitags toujours unterwegs, am Samstag sitzt er oft den ganzen Tag in seinem Büro in Wuppertal, sagt er „Mir macht das alles Spaß. Ich weiß zwar, dass andere Menschen viel mehr Freizeit haben als ich, aber ich kann mir einfach nichts anderes vorstellen“ und grinst dabei wie einst als Gymnasiast, als er zum ersten Mal mit seinem Vater in der Spielzeugbranche unterwegs war.

 

Auszug aus „Das Spielzeug- Das internationale Fachmagazin der Spielwarenbranche 1/2002“

 

 

 

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Schleich GmbH - Walter Haack

Head of Global Sales

 

"Lieber Herr Moritz,

 

da hat mich ja eine schöne Überraschung erwartet, als ich gestern von einer langen Reise zurück gekommen bin! Ganz herzlichen Dank dafür und vor allen Dingen für die netten Worte in dem beigefügten Schreiben. Ich kann den Dank, den Sie mir aussprechen, nur an Sie zurück geben. Sie haben eine wirklich positive Rolle über die vielen Jahre der Zusammenarbeit eingenommen und es immer wieder geschafft, "über den Tellerrand" hinaus zu denken. Das hat großen Spaß gemacht und ich werde Ihre Anregungen und Initiativen vermissen.

 

Jetzt heißt es, sich auf die "neue Zeit" einzustellen und ich wünsche Ihnen und Ihren Partnern alles erdenklich Gute, viel Erfolg und den Optimismus, der Sie bisher immer ausgezeichnet hat. Dann werden die positiven Ergebnisse nicht lange auf sich warten lassen.

 

Viel Glück und liebe Grüße!

Walter Haack"

 

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